Über das Bild - der Totentanz

Flash ist Pflicht!













Christina Schlitzberger, M.A.- Zur Frage der Sonderstellung des Totentanzes Sommer 14 in Rolf Hochhuths Dramaturgie - Das Individuum als (k)eine unumstößliche Kategorie

Flash ist Pflicht!

Inwieweit nimmt Sommer 14. Ein Totentanz eine Sonderstellung innerhalb Rolf Hochhuths Dramaturgie ein? Eine Frage, die Christina Schlitzberger insbesondere hinsichtlich seiner am klassischen Drama orientierten Figuren- oder besser Charakterkonzeption zu untersucht, welche den eigenverantwortlich handlungsmächtigen Einzelnen, das Individuum, kennt.

Bereits bezüglich Hochhuths Wahl des Totentanzgenres als Hintergrundfolie sowie Strukturvorgabe seiner Verarbeitung der Vorgeschichte sowie Hintergründe des Ersten Weltkriegs im Sommer 14 ergeben sich Widersprüche zur charakteristischen aufklärerischen sowie didaktischen Absicht des Autors, welche sowohl auf die Herausarbeitung von Verantwortlichkeiten Einzelner und damit verbundenen Schuldzuweisungen sowie auf einer beinahe kathartischen Einfühlung auf Seiten des Publikums, das ebenfalls Charaktere, also Individuen, auf der Bühne verlangt, beruht. Denn das Totentanzgenre kennt traditionellerweise keine Individuen, sondern Typen.

Was bewegt also den Autor, sich gerade dieses Genre der Todeskunst zueigen zu machen? Eine Antwort sucht Schlitzberger in der Annahme, dass die Kategorie des Individuums auch in Hochhuths Dramaturgie brüchig geworden ist, obwohl der Moralist Hochhuth beharrlich daran festhält. Insofern versucht die Referentin zu klären, inwiefern der Dramatiker Hochhuth dem Aufklärer Hochhuth widerspricht. 

 




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