Am Rand der Tagung konnte die Weimarer Moderatorin Alexandra Janizewski Rolf Hochhuth für ein nahezu intimes Interview gewinnen. Der Dramatiker spricht hier über Erotik im Alter, das Politische in der Poesie, Freundschaften und Feindschaften und die politischen Konflikte, die sein bekanntestes Bühnenstück „Der Stellvertreter“ in den 1960er Jahren heraufbeschworen hat. Der Eklat um sein Stück „Heil Hitler“ am Deutschen Nationaltheater im Jahre 2006 ist für Hochhuth nur ein Symptom eines selbstgefälligen Regietheaters. Zudem kritisiert der Dramatiker die hoch subventionierte Verteilungspolitik der Kulturförderung, in der der Urheber stets leer ausgeht. Als ebenso skandalös bezeichnet er die soziale Ungleichheit in Deutschland, die sich insbesondere in Kinderarmut äußert.




